
Der Ursprung von Essstörungen, wenn es sich nicht um die Folge einer körperlichen Erkrankung handelt, liegt häufig in der Ursprungsfamilie.
In der Regel finden sich Mangel an Liebe und entsprechende Traumata wie Vernachlässigung, körperlicher oder sexueller Missbrauch, Demütigungen und Verurteilungen. Bei körperlichen Mangelerscheinungen sollte ein Arzt des Vertrauens zu Behandlung hinzugezogen werden.
Essstörungen treten als Symptome einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung auf, die es neben körperlichen Folgen zu behandeln gilt, um wieder ein gesundes Verhältnis zum Essen zu entwickeln.
In seltenen Fällen ist die Essstörung mit einer transgenerationalen Übergabe verbunden. Im oder nach dem Krieg, auf der Flucht oder in Gefangenschaft gab es Hungerperioden. Dabei starben die Schwächsten, kleine Kinder und alte Leute. Bekannt ist auch der Hungerwinter 1946/47, in dem die Temperaturen bis - 25 Grad reichten und es 40 Tage Dauerfrost gab. Mit Methoden der Aurachirurgie können die Folgen von übertragenen Verhungerungskonflikten, die sich häufig als Übergewicht zeigen, verringert werden.
In einer Traumatherapie werden die Ursache des Essensverweigerung, der Bulimie oder der Esssucht aufgedeckt, das verletzte innere Kind gestärkt und weitere Ressourcen entwickelt.