Ressourcen-Traumatherapie,  Lisa Schwarz

Aufblühen durch Aktivierung von Ressourcen in der Traumatherapie
Aufblühen beim Comprehensive Resource Model nach Lisa Schwarz

CRM steht für Comprehensive Resource Model – umfassendes Ressourcenmodell, eine Traumatherapie, bei der die Aktivierung und Bildung von Ressourcen mit Brainspotting im Mittelpunkt steht.

 

Die Psychotherapeutin Lisa Schwarz, USA, hat lange mit Menschen gearbeitet, die mit schwerwiegenden Problemen und Symptomen zu ihr kamen, wie mit komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen, Dissoziationen, Bindungsstörungen, Schwangerschaft- und Geburtstraumata, Kriegserlebnissen.

 

Wenn KlientInnen während der therapeutischen Sitzung dissoziieren, ist die Arbeit ohne Effekt und kann sogar retraumatisieren.

 

Lisa Schwarz entwickelte ein Konzept und ein Tool von Interventionen, die KlientInnen stabilisieren und Ressourcen während der Sitzung bilden, so dass diese auch bei der Bearbeitung von schwierigen Ereignissen präsent bleiben können.

Wie verläuft in etwa eine Sitzung mit CRM?

Zuerst wird geklärt, welches Thema sich für den inneren Heilungsplan in der aktuellen Sitzung am besten eignet. Das können sein:

  • Bearbeitung eines traumatischen Ereignisses
  • Angst, generell oder spezifisch
  • Negative Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen
  • Erkrankungen, Beschwerden, Schmerzen
  • Konflikte
  • Sucht
  • Leistungsblockaden
  • Hindernisse für persönliches Wachstum etc.

Der Prozess orientiert sich an der Wahrnehmung des Körpers (Focusing) und der Resonanz, die dieses Thema im Körper erzeugt. „Fragen Sie den Körper und lassen Sie den Verstand beiseite. Nehmen Sie die Antwort, die Ihnen zuerst in den Sinn kommt“ ist eine häufige Intervention.

 

Ist das Thema geklärt, werden Belastungsgrad und die aktivierende Blickrichtung ermittelt, bevor passende Ressourcen zur Bearbeitung eingerichtet werden.

Das kann z.B. ein Ressourcennetz im Körper sein, ein Lichtgitter, die Verbindung zum Core Self (Kern oder Wesen der Person), ein Kraftort oder andere unterstützende Imaginationen.

 

Mit der Blickrichtung, die die Ressource verstärkt, wird der Prozess begonnen. Dabei können bilaterale Stimulierungen – Musik über Kopfhörer oder Tappen der linken und rechten Körperseite - eingesetzt werden.

 

Ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses bilden Atemtechniken, die zur Stabilisierung, Auflösung von negativen Gefühlen und Blockaden und zur Verbindung mit der Liebe dienen.

Während der Arbeit werden bei Bedarf weitere Ressourcen installiert und genutzt.

 

Eine andere, besonders ressourcenvolle Bearbeitung eines Problems bildet der Herzkammerprozess. Hier wird jeweils ein Zugang zu jeder der 4 Herzkammern in Bezug auf das Thema hergestellt und die Weisheit des Herzens zur Lösung genutzt.

 

Die Vorgehensweise, den Klienten und die Klientin in ihrer Wahrnehmung zu stärken und den Antworten des Körpers zu vertrauen, erlaubt es, auch Traumata, die von den Ahnen übertragen wurden, zu bearbeiten. Der Ursprung von generationsübergreifenden Traumata kann mit Atemtechniken und Körperwahrnehmung aufgedeckt und die Verhaftung im Körper gelöst werden.